Da uns zuletzt einige Anfragen erreichten, ob es denn noch »Refugees Welcome«-Trikots gäbe, hier der Hinweis: Aufgrund unserer überschaubaren finanziellen Möglichkeiten gab es die Trikots nur gegen Vorkasse und es wurden nur so viele angefertigt wie auch bestellt/bezahlt wurden. Somit müssen wir leider alle enttäuschen, die die Aktion verpaszt haben. Falls wir eine Neuauflage oder Ähnliches planen sollten, geben wir rechtzeitig bescheid.

Refugees Welcome!

United-Trikot als Zeichen der Solidarität mit Flüchtlingen
50% der Verkaufserlöse werden an eine Flüchtlingsinitiative gespendet

Das Team von Marienthal United hat für die laufende Saison einen Trikotsponsor gefunden, der dem Verein die Gestaltung des Brustaufdrucks selbst überlässt. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um der deutschen Asylpolitik zu widersprechen und – insbesondere vor dem aktuellen Hintergrund von 1.500 sogenannten Bürgern bei einem Fackelmarsch gegen die Flüchtlingsunterkunft in Schneeberg – zeigen, dass wir die Solidarisierung mit Flüchtlingen für die bessere Praxis halten.
Alle Fans, Symphatisanten, Freundinnen und Freunde haben daher nun erstmals die Möglichkeit ein Original-Trikot der United-Superhelden zu erwerben. Mit diesem kann man dann nicht nur seine Symphatien zum coolsten Kreisklasseclub südlich von Leipzig zum Ausdruck bringen, sondern obendrein ein geschmeidiges „Fuck you!“ in Richtung der fremdenfeindlichen Ureinwohner.
Das Beste dabei ist, dass 50% des Verkaufserlösses an eine Initiative gespendet werden, die sich für die Rechte von Flüchtlingen stark macht. Die Trikots mit dem Brustaufdruck »Refugees Welcome! United We Stand!« könnt ihr zum Preis von 25 Euro bekommen. Wer Interesse hat, meldet sich bitte zur Vorbestellung bei uns! Bis 30. November sammeln wir Eure Bestellungen.

Zum Hintergrund der Aktion

Kleine Einführung in die deutsche Asylpolitik
Refugees Welcome! United We Stand!

Das Statement »Refugees Welcome« ist ein entschiedener Widerspruch zur aktuellen Tagespolitik. Während im Mittelmeer seit Jahren immer wieder Flüchtlinge ertrinken, werden in Hamburg mit einem Großaufgebot der Polizei gezielt afrikanische Flüchtlinge kontrolliert. Unterdessen demonstrieren in Marzahn-Hellersdorf, Greiz, Schneeberg und anderen Städten sogenannte Anwohner vor Flüchtlingsheimen. Die Botschaft dabei ist klar: es gibt schon zu viele Flüchtlinge in Deutschland – „Das Boot ist voll!“ Doch was läuft hierzulande überhaupt?
Eine Lehre aus dem Nationalsozialismus war, dass in das Grundgesetz geschrieben wurde: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“. Doch 1992 machte Helmut Kohl die Flüchtlingsproblematik zum Wahlkampfthema, während der deutsche Mob in Rostock-Lichtenhagen und anderen Städten Flüchtlingsheime anzündete. In seltener Eintracht wurde das Asylrecht mit Beschluss von CDU, FDP, CSU und SPD praktisch abgeschafft. Denn in Deutschland kann seither nur noch Asyl bekommen, wer nicht vorher in einem anderen europäischen Land aufgetaucht ist. Praktisch heißt das, dass Flüchtlinge entweder mit Fallschirmen über Buxtehude abspringen oder mit ihren Booten auf Rügen landen müssten, um hier Asyl bekommen zu können. In Zahlen sieht das dann so aus, dass heute ein Asylbewerber auf 1000 Deutsche kommt. Am Ende werden aber nur 1,2 % der Anträge anerkannt. So kommt schließlich auf 100.000 Deutsche genau ein Mensch mit Bleiberecht. Von wegen „Unser Boot ist voll!“ Die einzigen Boote die voll sind, sind die der Flüchtlinge vor Lampedusa.
All jenen, die vor diesem Hintergrund noch behaupten, Deutschland könne es sich nicht leisten mehr Flüchtlinge aufzunehmen, möchten wir mit unserer Trikotaktion widersprechen: Refugees Welcome – United We Stand!

Was passiert mit Euren Spenden?

Der ge­sam­te Ge­winn geht an den Verein Medinetz Leipzig
Zudem sam­meln wir Sach­spen­den für Lam­pe­du­sa-​Flücht­lin­ge in Ham­burg

Mit den Geldspenden aus dem Trikotverkauf unterstützt Marienthal United den Verein Me­di­netz aus Leip­zig. Medinetz vermittelt medizinische Hilfe für MigrantInnen unabhängig vom Aufenthalts- und Krankenversicherungsstatus und ist eine nichtstaatliche, antirassistische Organisation. Die Vermittlung und Beratung ist kostenlos und anonym.
Darüber hinaus fordert Medinetz einen gleichberechtigten Zugang zu medizinischer Versorgung für alle Menschen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus und tritt für ein Recht auf Rechte ein. Daher arbeitet der Verein mit anderen Organisationen und Gruppen an politischen Initiativen zur Abschaffung der diskriminierenden Gesetzgebung.
Das Gesundheitssystem muss für alle offen und zugänglich sein. Es darf keine staatliche Hinderung geben, die dazu führt, dass einigen Menschen faktisch das Recht auf medizinische Versorgung verwehrt wird, wie dies momentan die Praxis in Deutschland ist. Der Staat ist in der Pflicht, die gesundheitliche Versorgung von allen Menschen gleichberechtigt zu gewährleisten. Ein Schritt auf dem Weg wäre die Einführung eines anonymisierten Krankenscheins auf städtischer Ebene, wofür sich Medinetz Leipzig in Zusammenarbeit mit anderen Medinetzen und Medibüros bundesweit einsetzt.
Es ist nicht hinzunehmen und zu leisten, dass zivilgesellschaftliche Initiativen und Ärztinnen und Ärzte mit Hilfe von Spenden diese medizinische Versorgung tragen. Die praktische Arbeit von Medinetz ist keine Lösung, sondern ein notwendiges Provisorium in einer inakzeptablen Situation.

Fußballer helfen Flüchtlingen

Den Protesten gegen Asylbewerber in Schneeberg wollen die Spieler von Marienthal United 08 eine positive Botschaft entgegensetzen.
In der »Freien Presse« vom 4. November wird über unsere Aktion berichtet



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