ERNST-GRUBE-SPORTPLATZ aka. NORDPLATZ

Marienthal United trägt seine Heimspiele seit Beginn des offiziellen Spielbetriebs im Jahre 2009 auf dem städtischen Ernst-Grube-Sportplatz im Zwickauer Stadtteil Pölbitz aus.

Der Platz wurde 1922 als „Nordplatz“ eingeweiht und diente seither auch der gegenüberliegenden Dittesschule als Schulsportplatz. Der bekannteste ansässige Verein war zwischen 1922 und 1945 der VfL Zwickau (in der DDR dann die BSG Empor Zwickau-Nord). Während des Nationalsozialismus trug der Platz den Namen des NSDAP-Gauleiters Hans Schemm. Nach 1945 erhielt der Platz den Namen des kommunistischen Widerstandskämpfers Ernst Grube.

Die weitläufige Sportanlage umfasst einen Hartplatz mit Flutlicht und einen Rasenplatz. Im Jahr 2013 wurden neue Container, in welchen sich Umkleidekabinen und sanitäre Anlagen befinden, aufgestellt.

Seit unserem Aufstieg in die 2. Kreisklasse finden unsere Heimspiele meist auf dem Rasenplatz im hinteren Bereich der Anlage statt und nicht mehr auf der »Roten Asche«, welche sich direkt an der Leipziger Straße befindet. Den Hartplatz nutzen wir aber weiterhin für unser Training.


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Adresse:
Ernst-Grube-Sportplatz
Nordplatz 1
(gegenüber Leipziger Straße 107)
08058 Zwickau

Öffentliche Verkehrsmittel:
Straßenbahnlinien 4/7
Haltestelle Kurt-Eisner-Straße

Wissenswertes über Ernst Grube

Gehen wir doch mal der Frage auf den Grund, wer denn eigentlich der Namensgeber für unsere viel zitierte „geliebte Asche“ war.

Ernst Grube, der im Januar 1890 geboren wurde, erlernte den soliden Beruf des Tischlers. Sein Leben aber widmete er dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Er trat 1919 der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bei und fand sich ab 1929 in deren Zentralkomitee wieder.

Außerdem war er Leiter des der KPD nahestehenden Arbeitersportverbandes »Kampfgemeinschaft für rote Sporteinheit« (kurz »Rotsport«). Wir dürfen also davon ausgehen, dass es ihm gefallen hätte seinen Namen einem so glorreichen Sportplatz zu geben.

Ernst Grube war außerdem Abgeordneter im preußischen Landtag und später Mitglied des Reichstages. Wer in Geschichte aufgepasst hat, wird ahnen, dass dieses zweifelhafte Vergnügen nicht allzu lange währte. Nach dem Verbot seiner Partei nahm er an illegalen Tagungen der KPD teil, wurde verhaftet und bis 1939 in den Lagern Sonnenburg, Lichtenburg und Buchenwald festgehalten. Nach seiner Entlassung pflegte er engen Kontakt zu Robert Uhrig, ebenfalls einer der wenigen deutschen Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Ernst Grube wirkte zu dieser Zeit in zahlreichen Widerstandsgruppen mit und wurde für diesen mutigen Einsatz im August 1944 (nach dem leider erfolglosen Attentat auf einen gewissen Reichspräsidenten) erneut inhaftiert. Ernst Grube stirbt im April vor Ende des Krieges im Konzentrationslager Bergen-Belsen an Flecktyphus.

So nun sind wir alle wieder ein Stück schlauer und es ist doch schön zu wissen, dass der Platz auf dem wir die meisten unserer Sonntage verbringen nach einem Menschen benannt wurde, der sich nicht mit einer bestehenden Situation abgefunden hat, sondern entgegen des damaligen Gesetzes versucht hat etwas zu verändern.

Luftaufnahme der »Roten Asche«



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