WE LOVE UNITED!

Fußball – die angeblich schönste Nebensache der Welt. Doch in Wirklichkeit ist die deutsche Vereinsmeierei für Leute, die keinen Bock auf Nazis haben, kaum auszuhalten. Wer mag schon mit irgendwelchen Faschoprolls um den Stammplatz kämpfen. Am Spielfeldrand geht es meist noch schlimmer zu. Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und andere Formen von Diskriminierung beherrschen nicht selten die Szenerie in den 08/15-Vereinen und sind für viele leider schon längst zur Gewohnheit geworden. Das übliche deutsche Prollvereinsleben ist auf den großen und kleinen Fußballplätzen des Landes zu Hause. Dort lässt es sich nur aushalten, wenn du bereit bist sehr viele Kompromisse einzugehen. Nicht wenige Menschen haben deshalb im Prinzip schon mit Fußball abgeschlossen. Doch das muss nicht so sein!

Seit 2008 gibt es in Zwickau eine Alternative. MARIENTHAL UNITED 08 sticht schon dank der ungewöhnlichen Namensgebung aus der Masse. Die Idee diesen Verein zu gründen entstand aus dem Willen und der Lust Fußball in einem Club zu spielen, der sich von der deutschen Vereinsmeierei deutlich abhebt. Unser Motto lautet daher: „Lieber braun tragen, als so zu denken!“

Beim ersten gewonnenen Testspiel säumten schon fast 80 United-Unterstützer den Spielfeldrand. Dies war Ansporn genug in der Saison 2009/2010 den Spielbetrieb offiziell aufzunehmen. Die Spiele von United sind inzwischen zu einem festen Treffpunkt geworden, der es erlaubt abseits der üblichen Fußballtristesse eine nette Zeit zu verbringen. Wir sind selbst sehr gespannt, wohin die Reise für United geht. Vielleicht kann Fußball ja doch die schönste Nebensache der Welt sein!

Interview mit »FUSSBALL VON LINKS«

Überall in der Republik und anderswo entstehen derzeit neue Fußball- und Sportvereine, die versuchen, eine Alternative zu typisch deutscher Vereinsmeierei und rechtem Mainstream zu sein. Der Rote Stern Leipzig ist sicher der bekannteste von ihnen, doch ist etwas Vergleichbares überall möglich, wo es nur genügend Menschen mit ausreichend Engagement gibt. So auch in Zwickau, wo es seit einiger Zeit den Verein Marienthal United gibt, den ich hiermit in einem kurzen Interview vorstellen will:

Erzählt doch mal, wie es zur Gründung von Marienthal United gekommen ist. Wo kam die Idee her und wie einfach oder kompliziert war die Umsetzung?

United entstand doch eher aus einer Bierlaune heraus. In aller erste Linie hatten viele Leute Lust wieder Fußball zu spielen. Niemand wollte aber wieder in einem „normalen“ Verein spielen mit komischen braunen Vereinskameraden (ist ja vereinzelt so in unterklassigen Ligen) oder mit Discoprolls die nur Titten und Tuning in der Birne haben. Also wollten wir einen eigenen Verein gründen. Über die Formalitäten haben wir uns relativ schnell informiert, und die Pflichttermine wie Amtsgänge und Anmeldungen beim Sächsischen Fußball Verband wurden schnell erledigt. Über den Namen wurde natürlich auch diskutiert. Viele Vorschläge wurden aber auch sehr schnell wegen Unbrauchbarkeit verworfen. „United“ war dann doch der konsensfähigste Vorschlag. (mehr…)

Interview mit »STADTGORILLA«

Yeah, end­lich ist es so­weit. Wir kön­nen euch end­lich un­se­ren Bei­trag über einen der jüngs­ten und zu­gleich wohl einen der in­ter­es­san­tes­ten Fuß­ball­ver­ei­ne un­se­rer Stadt prä­sen­tie­ren. Ein gutes Jahr exis­tiert Ma­ri­en­thal United nun schon. Grund genug für uns, das Pro­jekt mal näher zu be­trach­ten. Zwei Grün­dungs­mit­glie­der stan­den uns nun Rede und Ant­wort.

Seit die­ser Sai­son nehmt ihr ja am re­gu­lä­ren Lig­a­be­trieb in der 3. Kreis­klas­se teil. Ge­grün­det wurde der Ver­ein ja aber schon vor einem Jahr. Be­schrei­be doch mal wie es zur Grün­dung kam und was in der Zeit bis Au­gust 2009 so ge­schah.

Die Idee der Grün­dung gibt es schon län­ger. Die meis­ten von uns spiel­ten vor­her ja selbst in an­de­ren Ver­ei­nen. Nur hatte man keine Lust wei­ter­hin an die­sem Stan­dard Ver­eins­le­ben teil­zu­neh­men. Viele nerv­te es ein­fach mit dem ak­zep­tier­ten „net­ten Nazi von ne­ben­an“ in den ei­ge­nen Rei­hen auf­zu­lau­fen. Des­halb kam uns im Ok­to­ber 2008 die Idee einen ei­ge­nen Ver­ein zu grün­den. Schnell setz­te man sich zu­sam­men und ver­such­te sich über Ver­eins­grün­dun­gen zu in­for­mie­ren. An­fangs tra­fen wir uns auf ver­schie­de­nen Plät­zen zum Spie­len. Bis im De­zember 2008 der Ver­ein ins Ver­eins­re­gis­ter auf­ge­nom­men wurde …Dar­auf­hin küm­mer­ten wir uns um (mehr…)

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